Carolin Schaufel

Forum K
Ein Leben nach allen Regeln der Kunst

Unter diesem Motto steht ein Gebäudeensemble einer schulischen Anlage im Giebichensteinviertel von Halle. Ein neues Forum, bestehend aus einer Herberge für Künstler zum Wohnen und Arbeiten, einer Plattform zur Präsentation deren Schaffens und einem Café zum Entspannen und Fachsimpeln, soll diesen Ort mit neuer kreativer Kraft beseelen. Die direkte Nähe zu den kulturellen Studienstätten der Kunst und des Designs, der Burg Giebichenstein und des Neuwerks 7, erleichtert den intellektuellen Austausch mit anderen Künstlern und Kunstinteressierten.
Das Schulgelände in der Rainstrasse 19 bietet im Hauptgebäude des Schulkomplexes Wohnungen und Ateliers für acht bildende Künstler in Form einer Künstlerkolonie. Alle Wohnungen sind zentral erschlossen, besitzen aber gleichzeitig einen direkten Zugang zu den verschiedenen Ateliers. Gewohnt werden kann allein, mit Partner oder in einer Wohngemeinschaft.
Komplettiert wird das Ensemble durch eine großflächige Ausstellungsmöglichkeit und eine kleine gastronomische Einrichtung. Die Turnhalle der Schule wird zum Kunstkabinett umgestaltet. Das Gebäude zwischen Schule und Turnhalle erfährt eine neue Nutzung als Kulturkafé für Künstler und Ausstellungsbesucher.

Forum K

Bildhaueratelier
Künstlerkammer A
Künstlerkammer B

SS 09

Kunstkabinett Außenansicht
Kunstkabinett Innenraum
Maleratelier

Melanie Olle

Eingerahmt und Abgehoben
Ein Shop für Boessert / Schorn.

Sonia Boessert und Brigitte Schorn sind Absolventen des Modedesigns in Halle. Sie gründeten 2003 ihr eigenes Label mit dem Namen »Boessert/Schorn«. Dieses noch sehr junge Label findet vor allem in Japan und den USA großen Absatz. Die Mode ist leger, teils provisorisch, grob, verwoben und selbstbewusst und spiegelt auf seine Art auch Halle wieder. Irgendwie normal und gewöhnlich, aber doch auch locker, widerspenstig und extrovertiert.

Die Idee ist es, dem Label seinen ersten eigenen Shop zu geben. Ein Shop in Halle, der Wiege des Labels. Ein Shop, der sich aber auch in anderen Städten behaupten kann . Ein Shop, der eine Mischung aus der Eigenständigkeit und Besonderheit eines Flagship Stores, der Intimität und Größe eines Shops, aber auch der Exklusivität und Innovation eines Showrooms sein soll.

Dabei soll er nicht einfach nur der Mode einen passenden Rahmen geben, sondern den Stil und die Identität des Labels wiederspiegeln und interpretieren. Die Mode soll in ihrem legeren und selbstverständlichen Wesen hervorgehoben werden, ohne sie einfach nur nachzuahmen.



Eingerahmt und Abgehoben

Aussenansicht
Modellfoto
Verkaufsraum mit Projektion
Entwurf von B&S

SS 09

Die Baulücke
Im Verkaufsraum
Umkleide
Entwurf von B&S

Johannes Albert

Stellwerk 2b

Kontext
Innerhalb urbaner Ballungszentren nimmt der Zuwachs an Bewohnern und damit einhergehend der Anstieg von Außenreizen zu.  Umso mehr steigt das Bedürfnis nach Orten der produktiven Ruhe, Einfachheit und unaufgeregten Besonderheiten.

Das Bestandsgebäude
In Brandenburg, nahe des Ortes Großrössen befindet sich das stillgelegte Stellwerk „Abzweig Großrössen“. Das 13 Meter hohe, als sichtbare Landmarke erscheinende Gebäude, besteht aus einem Hauptgebäude, einem angegliedertem Treppentrakt und einem südlich vorgelagerten Anbau.

Nutzungskonzept
Mit der Umplanung des Stellwerks 2B entsteht ein Nischenprodukt, welches die Transformation eines ländlichen Ortes zu einem qualitativ hochwertigen Aufenthaltsort für überreizte Großstädter als Ziel hat - einen gestalteten Ort für urbane Querdenker, auf der Suche nach Inspiration, produktiver Ruhe und Abwechslung.

Für Gruppen von bis zu acht Menschen entsteht ein Arbeits- und Wohnort für Treffen, Meetings und Workshops. Die Schwerpunkte der Nutzung liegen, aufgrund der Abgeschiedenheit, in einem entstehenden Wir-Gefühl der Besucher.

Entwurfskonzept
Grundlegender Gedanke ist der Fokus auf den einzig wirklichen Aufenthaltsort: das sprichwörtliches Highlight ist der oben gelegene Wärterraum „2B“ mit spektakulärem Ausblick als „ The place to be“.
 Für den Betrachter wird beim Betreten des Hauptgebäudes der Innenraum von zehn Metern sicht- und erlebbar. Diesen Raum unterteilen Brücken und sieben kleinteilige Kuben, welche die Fassade durchbrechen. Anstatt konventionellen Zimmer, bieten Brücken den Weg zu kleine Schlafkuben. Die aus der Fassade stoßenden Kuben richten sich nach umliegenden Orten der Umgebung aus, und liefern dem einzelnen Bewohner mit Informationstexten einen Teilbereich Wissen, der erst in der Gruppe zu einem Ganzen wird.
Im Erdgeschoss bieten an der Wand hängende Industriespinde Platz für persönliche Sachen, und halten mit der Auslagerung den Bewohnern den Kopf für eigene Themen frei.

Stellwerk 2b

Ankunft am Stellwerk
Empfang im Erdgeschoss
Das Stellwerk bei Nacht
In den Schlafkubus

SS 09

Prinzipskizze
Aussenanlage mit Tresen
Aussenanlage
Schlafkubus mit Ausblick

Johanna Richter

Wohnschmuck

Möbel oder Schmuck? Ich habe mich entschieden.
 Für beides. Eine hybride Beziehung.

8 Möbel und Wohnaccesoires, die Möbel und doch auch Mode sind. 8 verschiedene Objekte die die Vielfalt im Möbelzirkus ergänzen. Reduziert, nicht laut aber auch nicht leise sind die Schmückstücke für Wohnen. Pate für jeden dieser Entwürfe standen sich ein Wohnobjekt  und ein Schmuckstück gegegenüber. Neue Objekte wurden generiert. Spannend ist die Harmonie zwischen der Funktion eines Produktes und dessen sinnlichen Ausdruck in Form zu bringen. Die Suche nach neuen Grenzen, Spaß, die Vorliebe für ein kultiviertes Handwerk und die Liebe zur Gestaltung seien als einige Zutaten genannt. Sowohl die Bank mit der Stulpe, aber auch der Stuhl mit dem Schal oder die Lampe mit dem Hut, alle Entwürfe transportieren eine neue Betrachtungsweise zum Thema Möbel. Die Phantasie wird angeregt. Um dem Nutzer viel Raum für sich und Formen sprechen zu lassen, gibt es nur eine Farbe. Grau in seine modularen Farbbandbreite erzählt spannend. Ergänzt durch kleinste Farbakzente in Gelb gewinnt es eine unglaubliche Kraft.
Strukurinspiration liegen vor allem bei den Stofflichkeiten Wolle und Filz. Sie bieten Wärme und Geborgenheit.
Die verwendeten Materialien und Verarbeitungstechniken wie das Handstricken und das Stumpenziehen eines Filzteils sind aufwendig, so werden aber hier die Grenzen bewusst vom Billigmöbel geschoben und ein Schmuckstück geschaffen. Ein Schmuckstück fürs Wohnen.

Die Serie ist edel und jung, reduziert und detailverliebt, kräftig und sensibel, einfarbig und farbenfroh. In den Wohnschmuckentwürfen spielen die Dinge miteinander; stehen Witz und Genuss dicht zusammen; Perfektion und Handarbeit  lernen sich anzunähern;  die Einrichtung möchte zum Lebensstil, vor allem traut sich hier der Schmuck dem Möbel „hallo“ zu sagen.

Fotos: Matthias Ritzmann

Wohnschmuck

Bommelteppich
Broschentisch
Lampenmütze
Mützenkissen
Stulpenbank

SS 09

Perückenlampe
Schaukelkette
Stehlamperücke
Stuhlschal
Stulpenbank

Lea Scharre

Mach [k]ein Theater, spiel mit…
Ein Ort, an dem Jugendliche die Welt des Theaters erleben können.

Auf dem Olymp in der Wingst erhalten die „Dorfjugend“ der Samtgemeinte am Dobrock und ihre Gäste ein neues und spannendes Zentrum des Theaters. Wie dafür geschaffen liegt die ehemalige Gaststätte auf der höchsten Erhebung der Umgebung, am Rande eines Waldgebietes.

Vorbeikommende Spaziergänger und Touristen erhalten einen Anlaufpunkt durch den Außenkiosk und das Café, während die Jugendlichen ungestört im Inneren an ihrem Theaterprojekt arbeiten, oder im Club unter sich sein können. Die Aussichtsplattform des Turms kann im Inneren erschlossen werden und bietet den Jugendlichen so einen privaten und besonderen Aufenthaltsort.
Zusätzlich dient der Turm  als Kommunikationsplattform nach Außen. Wird die untere Ebene am Abend von Jugendlichen genutzt, zeigen die Beleuchtung der Einhausung und die bewegten Schatten der Jugendlichen auf der Plattform anderen an, dass der Club geöffnet ist. Finden Aufführungen oder andere Veranstaltungen statt, an denen die Öffentlichkeit teil nehmen kann, so zeigt die Beleuchtung hinter farbigem Glas der oberen Ebene dies an.

Das Entfernen und Anheben der mittleren Dachebene, bewirkt eine kompakte und schlüssige Gesamterscheinung und lässt einen großzügigen Bühnenraum im Inneren entstehen.
Auf diese Weise stellt der Bühnenraum einen angemessenen Mittelpunkt des Gebäudes dar und er ist ebenso die Schnittstelle zwischen der Öffentlichkeit im Außenraum und dem privaten Theaterleben der Jugendlichen.

Mach [k]ein Theater

Modell
Foyer
Garderobe

SS 09

Südostansicht
Tribühne
Kostümwerkstatt

Henrike Stefanie Gänß

Konzept Yacht
Das Leben begann vor etwa 3,8 Milliarden Jahren im Meer und hat sich stetig diversifiziert. Die Ozeane beherbergen eine unvorstellbare Vielfalt an Ökosystemen und Arten. Dieser Reichtum ist nur relativ wenig erforscht:
Selbst wenn 240 000 im Meer lebende Arten erfasst sind, blieben doch etwa 10 Millionen andere bisher unentdeckt.
An den bisherigen Yachtausbaukonzepten ist der Ursprung, der Bezug zum besonderen Ort Meer, zum Leben auf dem Meer, kaum abzulesen.
Das will mein Konzept ändern.
Die Yacht wird zum Vehicle diese Welt zu erfahren. Das neue Interieur bietet dem Nomaden der Neuzeit einen Bezug zur Natur und der geheimnisvollen Wasserwelt. Es ist Vermittler zu den Tiefen der geheimnisvollen Ozeane, in eine fremde, schöne, wilde und unvorstellbare Welt. Das Interieur bildet sich aus "Meeresprinzipien", hat zum Ziel das Meer für den Menschen spür- und erfahrbar zu machen. ?Wassererfahrungen? werden in die Welt des Menschen übersetzt, der Rumpf wird partiell durchlässig, für beide Seiten. Das Herzstück im Innern der Yacht bildet ein großes Meeresfenster.
In der Achse von Mast und Kiel holt es die Wasserwelt und den Sternenhimmel ins Innere, hier treffen sich Himmel und Wasser. Je nach Segelgebiet und Uhrzeit ändern sich die visuellen Eindrücke im Innern: Segelt man in flachen Gewässern über Korallenriffe oder Kelpwälder kann man herrlich klare Blicke im Vorbeisegeln erhaschen. Ankert man am Abend, kommen Fische und Seegetier, vom Lichtloch angezogen, zu Besuch ins Innere des Bootes. Die Yacht macht im Innern Begegungen möglich.


Konzept Yacht

WS 08|09

Selma Kaufmann

SV Heldentum
Bewegung und Sport sind in unserer heutigen Gesellschaft völlig vernachlässigt. Das unbewegte Arbeiten an Computern führt zu Krankheiten, wie z.B. Herzkreislauferkrankungen, Rückenbeschwerden und Übergewicht. Diese können durch einen gesunden Lebensstil, zudem auch Bewegung gehört, reduziert werden.

Der SV HELDENTUM ist ein neues Format eines Sportvereins für die Großstadt. Ein Angebot für alle, die einen Job mit flexiblen Arbeitszeiten haben und keine Zeit finden sich in einem traditionellen Sportverein zu engagieren.

Anonymität und Vereinsamung sind in den Großstädten ein präsentes Thema. Im SV HELDENTUM kann im kleineren Rahmen Teamsport mit Freunden und denen, die es werden wollen, ausgeübt werden. Dabei steht das Wir-Gefühl im Fordergrund.

Das Herzstück des SV HELDENTUM ist das Vereinsheim. Der Treffpunkt vor, während und nach dem Sport. Hier entsteht das Gefühl von Heimat.

Der SV HELDETUM ist ein Ort zum spontanen Gemeinsamsein.



SV Heldentum

Auf dem Spielfeld
Jubel auf der Tribüne

WS 08|09

Lots of activities in the club
Reges Treiben im Verein
Public viewing
Public Viewing

Barbara Steidl

„Zwischen Antriebsrädern und Polierstaub“
Alles bedeckt von rotem Staub, riesige Antriebsräder und unendlich viele Schleiftische. Hat man die alte Spiegelglasschleiferei in Münchshofen einmal betreten vergisst man ihre beeindruckende Atmosphäre nicht wieder. Leider steht das Gebäude seit Jahren leer. Hier besteht Handlungsbedarf.
In der Nähe der Autobahn gelegen zwischen Radweg und Naab, passieren bei schönem Wetter täglich viele Touristen, Fahrradfahrer und Kanuten das Gebäude. So ist es als touristischer Anlaufpunkt prädestiniert!
Die Spiegelglasschleiferei bleibt im Original erhalten, jedoch im Inneren  entsteht eine Ausstellung. Gleichzeitig soll ein neuer Biergarten Passanten anlocken. So hat der Gast die Gelegenheit die Ruhe zu genießen, während Kindern ein spannendes Angebot im Inneren der „Schleif“ geboten wird.


Zwischen Antriebsrädern...

Faszination Spiegel
Axonometrie

WS 08|09

Spiegelwand
Konzept Ausstellungsmodul

Sandra Anspach

Maßgeschneidert SML

Das Hotel Maßgeschneidert vereint mit seinem Angebot verschiedene Sternekategorien unter seinem Dach.
Die Zielgruppe dieser neuen Form des Hotels ist ein Publikum, das gerne selbständig und individuell entscheidet und das eine zeitgemäße und persönliche Herberge einer standardisierten Billiglösung vorzieht.
Die drei, in ihrem Standard abgestuften, Zimmerkategorien S, M und L bilden die Basis des Konzepts. Ergänzt werden diese durch ein frei wählbares Serviceangebot, das vom Frühstück auf dem Zimmer mit frischen Brötchen, über ein reich gefülltes Serviceregal am Empfang, bis hin zur Möglichkeit der Selbstversorgung in der gut ausgestatten Küche im zweiten Obergeschoss reicht. Dem Gast wird damit die Möglichkeit geboten seinen Aufenthalt auf eigenen Bedürfnissen zu zuschneidern.
Eine authentische Beherbergung zu schaffen, bedeutet auch eine starke Verbindung mit dem Ort einzugehen und so durchdringt der besondere Charakter der ehemaligen Leipziger Baumwollspinnerei das ganze Hotel und ist bis in die Zimmer spürbar.

Maßgeschneidert

Zimmer S
Zimmer M
Zimmer L

SS 08

Claudia Diaz Orejarena

KIOSKdeluxe

Ein Kiosk ist immer mehr als ein bloßes Verkaufshäuschen oder ein Ort des Konsums. Er ist ein Anlaufpunkt inmitten der Stadtöffentlichkeit, ein Ort der flüchtigen Zusammenkünfte, der gesellschaftlichen Interaktion und Kommunikation. Hier duzt man sich und lässt die Menschen vor und hinter der Luke am eigenen Alltag teilhaben.

Das Projekt KIOSK deluxe  entwirft, für ein leer stehendes Ladenlokal im Leipziger Stadtteil Schleußig, ein Nutzungskonzept, dass drei verschiedene Raumangebote vereint.
Das Verkaufsprinzip eines Kiosk wird mit dem Angebot eines Ladens und eines Cafés angereichert und verwoben, wobei jeder Teil für sich erkennbar bleibt. Ausgangs- und Mittelpunkt des Entwurfs ist der Kiosk. Ein verwilderter Vorplatz vor dem Gebäude wird mit in den Entwurf eingebunden und dient als Aufenthalts- und Treffpunkt für die Gäste.
Familien, alte und junge Menschen, Viertelbewohner, zur Arbeit Eilende... alle sind am Kiosk willkommen.









KIOSKdeluxe

Auf dem Vorplatz







An der Kiosktheke






Im Kaufladen





Im Café










SS 08

Claudia Diaz Orejarena
KIOSKdeluxe
SS 08

Sophie Püschmann

Zwischen Zäunen
Lauben Sie mal!

   In den letzten Jahren wird der Wunsch, einen Kleingarten zu pachten, vor allem bei jüngeren Stadtmenschen und Familien lauter. Gemüsegärtner, Kinder, Rentner, Rauschausschlafer treffen in den Schrebergartenvereinen aufeinander.

   Die hier entworfene Gartenlaube versucht, durch Grundrissvarianten den unterschiedlichen Bedürfnissen und Arten der Nutzung gerecht zu werden. Die drei ausgewählten Nutzergruppen sind der Genießer, der Gemüse-gärtner und die Familie.
   Das Gestaltungskonzept nimmt Bezug auf den Wunsch der Selbstverwirklichung und Selbstdarstellung des Gärtners, der Dialog zwischen Einheitlichkeit und Reichhaltigkeit der Laubengestaltung in Schrebergärten, Inspiration und Spannung durch Materialzusammenstellung und die Einfachheit als wesentliches Merkmal einer Laube.
   Die Grundkonstruktion ist aus Holz. Hauptgestaltungselemente sind schiebbare Vorhang-Rahmen, die unterschiedliche Funktionen übernehmen und die Fassade darstellen. Sie dienen zum Sonnenschutz, Blickschutz, aber auch für besondere Licht- und Schatteneffekte, als Spielelement und Selbstgestaltungs-gelegenheit. Durch diese Elemente in ihrer unterschiedlichen Gestaltung drückt sich die Individualität des Gärtners aus und macht die Laube zum unverwechselbaren, persönlichen Gartenhäuschen.


Zwischen Zäunen

Lichtkonzept
Modell
Prismafenster und Tafelvorhang

SS 08

Gärtnerlaube
Genießerlaube

Familienlaube

Simone Harbert

Ein Logenplatz!

Der „Logenplatz“ versteht sich als mikroarchitektonische Interpretation der Loge von Theater, Kino oder Stadion. Als Objekt für die Stadt thematisiert dieser Entwurf die simple Freude am Schauen.
 Die schlichte Anmutung des Ständerwerks rückt die innenliegenden Funktionen in den Fokus. Die Konstruktion beruht auf einen hölzernen Rahmen in dem vier Treppen- bzw. Sitzbauteile eingehängt sind. Das erste Element ist als Tribüne ausgebildet, dessen unterste Stufe aus dem quadratischen Grundriss hinaustritt und somit zum Betreten und Verweilen einlädt. Diese Tribüne ist gleichzeitig der Aufgang und führt über zwei weitere Treppenelemente zu dem obersten Element: dem Logenplatz.
     Der „Logenplatz!“ bietet verschiedenartigste Nutzungsmöglichkeiten: vom urbanen Umfeld über den eventbezogenen Einsatz bis hin zum privaten Garten. Die obere Verblendung mit Fernwirkung ist als auswechselbares Element konzipiert. Hier ist Platz für identifikationsstiftende und geschichtenerzählende Bannergestaltungen.

Ein Logenplatz!

Ein Logenplatz! wartet







.. und wird angenommen







Detail















SS 08

Simone Harbert
Ein Logenplatz!
SS 08





Nadin Baldauf

Cocktails, Kois und Fußmassage

"Bar Füße Fische" ist eine Fußmassagebar, welche versucht die Bedürfnisse nach Gesundheit und Geselligkeit zu befriedigen.

„Bar Füße Fische“ bleibt in der Umsetzung bei einer Raumgliederung, die inklusive trickreicher Blickbeziehungen funktional die einzelnen Kernkompetenzen bewahrt. Jedoch bereichern sich die unterschiedlichen Angebote gegenseitig, getreu dem Motto: „gemeinsam Cocktails schlürfen und dabei schön die Füße massiert bekommen …“.
Die Fische entschleunigen das Publikum und verleihen der Bar eine entspannte Atmosphäre, was besonders dem Genuss der Fußmassage sehr dienlich ist.

Bar Füße Fische

Fußmassagegalerie







Spiegelblick aufs Wasser





 
Steglandschaft
nasser Bereich





Steglandschaft
trockener Bereich





WS 07|08


Torsten Klocke

Wohncollage 2007

Nachdem ich im schriftlichen Teil meiner Diplomarbeit "Zum Leben der Dinge" den Versuch unternommen habe, entwurfsbestimmende Faktoren in ihre Einzelteile zu zerlegen, habe ich mir für das Projekt „Wohncollage“ bewusst die Möglichkeit eröffnet, die unterschiedlichen Methoden und Faktoren miteinander zu verknüpfen. Im praktischen Teil entstanden somit, dem Prinzip der Collage immanent, fünf exemplarische Möbel

In allen fünf Entwürfen treten Halbzeuge, Fertigteile und Fundstücke unterschiedlich in Erscheinung: „Iso“ bedient sich der Materialeigenschaften eines Halbzeuges (Isolierplatte). Bei „Tutu“ dienen die Halbzeuge (Turnstäbe und Schlauchabschnitte) schlicht der Vereinfachung bei der Erstellung eines Prototyps. Im Entwurf „Mainau“ ist das Fertigteil (ein Blumenkasten) als „found object“ zentrale Idee des Entwurfs und damit nicht ersetzbar. Bei den „Minimos“ steht die ungewöhnliche technologische Bearbeitungsmethode eines Halbzeuges (Kunststoffteppich) im Vordergrund. Die „Timbers“ schließlich sind
Fundstücke – Belegexemplare des Findens und Erkennens.


Wohncollage 2007

Tisch Iso
Lampe Mainau
Hocker Minimo
Fundstück Timber
Stehtisch Tutu

SS 07

Tisch Iso - Detail
Lampe Mainau - Detail
Hocker Minimo - Detail
Fundstück Timber - Detail
Stehtisch Tutu - Detail

Karoline Klipps

"Filmreif - Drehpause auf der Sandbank"

Am Ostseebad Baabe auf Rügen direkt an der Strandpromenade liegt das ehemalige Restaurant »Inselparadies«, eine luftig-leichte Pilzschale, die für die Umgebung ein phantastisches, kraftvolles Zeichen darstellt.

Inmitten dieser Umgebung lädt das Projekt "Filmreif" zu einer Auszeit am Meer mit der Möglichkeit eigene Filme zu drehen ein. Hinter dem ehemaligen Restaurant Inselparadies werden ein Filmstudio mit Workshopräumen sowie Unterkünfte für 40 Gäste errichtet. Sie  beleben das Restaurant als kulturellen Veranstaltungsort wieder.

Während das Inselparadies einen Rundumblick in die Umgebung bietet, suchen die Unterkünfte den individuellen Ausblick in den Dünen, dem Wald und dem Park. Sie stellen den privaten Rückzugsort für die Gäste des Filmcamps dar. Neben dem Genuss der Natur besteht hier zusätzlich die Möglichkeit für die Gäste, Filme auf größerer Leinwand zu schauen. Die transluzente Leinwand macht den ausgesuchten Film als Spiegelbild nach außen sichtbar und verwandelt die Flimmerkisten bei Dunkelheit in kleine Fernseher mitten in der Dünenlandschaft.






Filmreif

Restaurant am Abend





Blick aufs Restaurant






Flimmerkiste










Filmnacht in der Flimmerkiste










SS 07

Karoline Klipps
Filmreif
SS 07



Svenja Thiele

„Spurwechsel – Ein Stellwerk für Individualisten“

Für das Projekt „Spurwechsel – Ein Stellwerk für Individualisten“ wird ein ehemaliges Magazingebäude der DB in Hannover wird zu 6 Loftwohnungen umgenutzt.
Jede Loftwohnung erstreckt sich über zwei Geschosse und ist ganz speziell auf den jeweiligen Bewohner zugeschnitten. Ob Romantiker, DJ oder Schriftsteller, jeder kann seinen Individualismus in diesem Gebäude ausleben.
Es gibt keine trennenden Wände oder abgeschlossene Raumzonen, sondern nur Podeste auf denen die installierten Zonen, wie Küche und Bad untergebracht sind. Zudem gibt es raumhohe Regale, die ebenso wie die Podeste die Räume in unterschiedliche Funktionsbereiche gliedern, aber dennoch die Großzügigkeit der Lofts erhalten und Durchblicke gewähren.




Spurwechsel

Loft D 01






Loft D 03






Loft F 03






Loft B 03









SS 07

Svenja Thiele
Spurwechsel
SS 07


Nadia Schrader

VORHER|NACHHER - Eine Szenerie für 51 Augenblicke

In 51 kurzen Szenen begegnet man Menschen auf der Durchreise. Sie sind unterwegs von einem Ort zu einem anderen, von einem Menschen zu einem anderen, von einem Zustand in einen anderen. Sie sind aus dem Alltag aufgelesen und erzählen von Banalitäten, von der Liebe und deren Ende, von surrealen Begebenheiten und magischen Momenten.

Als Bühne dient ein langer Steg, der den Raum durchzieht. Die Zuschauertribünen sind rechts und links von ihm angeordnet, so dass sich sowohl das Bühnengeschehen als auch das Gegenüber beobachten lässt. Auf dem Steg gibt es drei Räume, in denen sich die Szenen gegenseitig ablösen. Die Räume verfügen über zwei Elemente, welche sie beschreiben, definieren und abgrenzen. Die schmalen Elemente sind vertikal fahrbar und die breiten horizontal verschiebbar. Sie werden zu Tisch, Bar, Eingangspodest, Bett, Sofa, Waschtisch oder Altar. Zur spezifischen Illustration kommen weitere Objekte hinzu, die von oben eingefahren werden.

 

 

 


VORHER|NACHHER

Szene 02|
Der Mann unter der Glühbirne






Szene 04|
Die Frau und der Mann aus Russland




Szene 12|
Der frühere Freund der Frau um die Dreissig





Szene 28|
Philipp und Susanne





Szene 36|
Der Jäger und der Organismus





 


WS 06|07

Nadia M. Schrader
VORHER|NACHHER
WS 06|07


Rita Rentzsch

frisch ASPHALTiert. FREMDER BEKANNTER.
ein Ausstellungskonzept.

Was verbindet Kaugummi, Mumie, Rennsport, Farbstoff und Medizin? Asphalt.
Jeder kennt ihn. Die Wenigsten mögen ihn. Kaum einer weiß mehr von ihm als seinen Namen.
Dabei ist Asphalt weit mehr als die überwiegend negativ assoziierte, übel riechende, schwarze Straßenbaumasse. Asphalt ist ein Naturprodukt, das schon seit Jahrtausenden von der Menschheit genutzt wird.

Als Ausstellungsfläche dienen 19.000qm brach liegender Asphalt - ein ungenutzter Parkplatz in Hannover-Limmer.
"frisch ASPHALTiert. FREMDER BEKANNTER" bietet eine Zwischennutzung des Parkplatzes bis zur geplanten Neubebauung im Jahr 2008.
Das raumbildende Grundelement der Ausstellung ist der 20-Fuß-Standard-Container. Das Ausstellungskonzept greift das Parkplatzraster auf und belebt vorhandene Strukturen.  Entlang der alten Straßen wird Asphalt auf unterschiedlichste Weise präsentiert, arrangiert und inszeniert.

rita.rentzsch(at)web.de

ASPHALTiert

Die AUSSENDIENSTLER leiten die Ausstellung bereits im Stadtraum ein.




Der Eingang durchbricht den zur Mauer aufgeschichteten Asphalt.



ZEITLOS
berichtet von den Anwendungen durch die Jahrtausende.



TECHNISCH
lenkt das Thema zurück auf den alltäglichen Asphalt der Straße.



EXTRA bietet ein Rahmenprogramm rund um den Begriff Asphalt.


Willkommen auf einer ausstellerischen  Expedition in die Welt dieses so [un]bekannten Materials!





WS 06|07

Rita Rentzsch
ASPHALTiert
WS 06|07